Mission Statement

Okay, ich lasse langsam die Finger von diesem Blog. Für heute. Andererseits ist das am Anfang sicher normal, dass man tausend Einträge schreibt.

Heute habe ich den Tag zuhause verbracht, weil ich auf ein Paket wartete. Pakete kommen hier in England irgendwann zwischen 9 und 17 Uhr. Huch, das sind die Arbeitszeiten des normalen Arbeitnehmers? Huch, es gibt keine Paketstationen in erreichbarer Nähe? Pech gehabt! Und bevor irgendwer über den “schlechten englischen Service” redet, es war DHL, Bastardkind/bruder/schwester/mutant der Deutschen Post.

Da war er wieder, der deutsche “Service”. Und ich dachte, ich sei ihm entkommen. Nein, im Ausland ist der eher schlimmer.

Aber: mein Paket ist da. Meine Freunde Markus & Sandra (ja, ein Pärchen, ist auch meine Schuld) haben mir etwas Software geschickt, die ich dringend brauche. Somit habe ich gerade den Multimedia Brockhaus 2005 installiert (bei Zweitausendeins) sehr günstig zu haben, und streichle versonnen mein Kindlers Neues Literatur-Lexikon (selbe Quelle, nicht so günstig, aber preiswert), und Walter Killys Literaturlexikon.

Letztere habe ich während meines kurzen Germanistikstudiums kennengelernt (da allerdings in der regalefüllenden Papierausgabe), und die Dinger sind einfach richtig gut. Böse Zungen würden behaupten, das war das beste, dass die Professoren des Germanistik-Lehrstuhls für mich getan haben: mich auf diese Standardwerke zu bringen und natürlich wurde ich durch Hausarbeiten in dem Fach fast langweileresistent.
Da ich nunmehr einige Sachen im Brockhaus überprüfen kann (ich mag die Wikipedia, aber wirklich zitierfähig ist sie nicht), geht’s mit der Arbeit an Fatima weiter (Berichte folgen).

In der Zwischenzeit würde mich interessieren, was ihr für Fragen habt. Zu mir, meinen Büchern, zum Schreiben, zu Waseucheinfällt. Ich werde die Fragen dann hier im Blog beantworten, und schonmal für eine FAQ-Liste sammeln.

Geplant ist ausserdem, hier eine Liste anzulegen mit Büchern zum Thema “Schreiben”, mit kurzen Anmerkungen, was gut, schlecht, empfehlenswert ist. Ich habe dermassen viel Müll gekauft, das braucht ihr nicht zu machen. Kommt, kommt alles mit der Zeit.

So. Ich muss was einkaufen, und heute abend ist meine erste Stunde Tai Chi seit Monaten. Ich bin Schüler des Süd-Ost-England-Beauftragten. Oder wie sagte der so schön, als ich ihm sagte, ich hätte leichte Probleme im Rücken: “You have a few more problems than that, my dear.” Haltung, vor allem. Computerarbeit. Schwache Bauchmuskeln. Naja. Heute fängt mein Kurs an. Und ich fühle mich total wohl, wenn ich da raus komme.

Und da mein anderer Kurs sich ums Töten dreht (Fechten, erstmal Florett), ist das ein schöner Ausgleich.

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2 Comments on “Mission Statement”

  1. Jens Says:

    Wie brutal, viel Spaß dabei :D

    Meine Frage an dich als Autorin wäre zum Beispiel ob du auch so blutdürstige und sexgeladene Bücher schreibst wie der Herr Wiesler auf der RatCon vorgelesen hat oder ob du eher… was anderes schreibst. (Allerdings bin ich während seines Vortrags eingeschlafen, lag nicht an ihm, daher weiß ich nicht wie hoch der Anteil dieser Szenen ist)

  2. AlexW Says:

    …. Da muss ich drueber nachdenken. :) Lies vielleicht “Kettenhund”, der ist recht dunkel und recht brutal.

    Ich denke, die Antwort ist ja. Aber ich versuche, es mit Stil zu machen. Sowohl Sex als auch Gewalt stehen im Dienste der Story. Weder will ich Leute schocken, noch sie anmachen - Sex und Gewalt gehoeren zu den Charakteren. Wenn einer brutal ist, dann sind das auch seine Handlungen.

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