Oooooohhh
Muskelkater.
Da macht man nur ein paar Monate lang keinen Sport, dann geht man Fechten, und danach läuft man zwei Tage lang, als hätte ein Gorilla einem den Hintern versohlt. Aua. Aua aua. Das Fiese beim Fechten ist, dass das auf Muskeln geht, die man als Bürobewohner und Schreibtischtäter nicht braucht. Nie. Und zwar sind das zum ersten der kleine Muskel direkt unterm Gluteus (landläufig auch als “Arsch” bezeichnet), und dann zum zweiten der innere Oberschenkelmuskel (woraufhin Schatzi meinte, ich hätte beim “Lunge” - also dem Ausfallschritt, offenbar “leicht übertrieben” und sollte “stärker darauf achten, wo mein Gewicht ist und lieber zwei kleine schnelle Schritte machen als einen grossen, den ich später bereue”; sehr hilfreich. Wenn Schatzi sich jetzt noch das Lachen verkneifen könnte …).
Ja, ich bin eine echte Sportskanone.
Jedenfalls war freies Kämpfen angesagt, der ganze Kurs ist voller Fortgeschrittener, und natürlich kriegt man was ab. Ich sowieso. Ist normal, ist gesund, wenigstens hab ich auch mal getroffen. Fies war die Schwüle, dazu die Schutzkleidung. Ich bin kein Mensch, der schnell schwitzt, aber mir ist die Suppe im Drahtkäftig so am Kinn runtergelaufen, dass ich gar nicht soviel trinken konnte, wie ich geschwitzt habe.
Ich habe Löcher in der Deckung, da würde ein ICE durchpassen (quer, natürlich), aber ich arbeite dran. Wenigstens hab ich einen Kollegen allein dadurch massiv verwirrt, dass ich Linkshänder bin. So hab ich ihn dann auch einige Male getroffen. Anders hätte mein Ego das nicht so ohne weiteres gefressen.
Dann habe ich heute den zweiten Teil eines Schreibbuch-Manuskriptes durchgeackert (gelegentlich will man seinen Testlesern ja auch mal was zurückgeben, und ich lese unheimlich gern Schreibbücher), und zurückgejagt, und in der Woche andere Texte überarbeitet.
Morgen komme ich hoffentlich zum Schreiben, aber ich bin in einer eigenartigen Stimmung, mehr distanziert und analytisch, was eher zum Lektorieren passt. Trotzdem muss ich durch Fatima durch.
Und ich wollte mehr Sachen hier online stellen, aber dafür werde ich langsam etwas müde. Den Freitag abend brauche ich nach der Arbeitswoche, um zur Ruhe zu kommen, besondern nutzen kann ich den nicht, das geht erst samstags los, meist nachmittags, wenn die Waschmaschine läuft und wir vom Einkaufen kommen.
Ich denke, jetzt ein schöner Wodka&Orange, und mit “Watchmen” ins Bett. Dem Comic.
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September 16th, 2006 at 10:13 am
Ohja, wer Bewegung nicht gewöhnt ist… bin auch seit 2 Tagen am Arbeiten und… aua!
September 16th, 2006 at 12:35 pm
Was arbeitest du?
September 16th, 2006 at 3:08 pm
Mit Stahl (wie männlich ^^) in einer Firma die Klimaanlagen herstellt. Naja bei uns läuft nur die Restauration alter Anlagen in Einzelteilen, ich habe zwar einige schöne Arbeitsgeräte aber das meiste läuft “von Hand” und ist gar nicht mal so leicht. Würde ich länger dort arbeiten, würde ich mich bestimmt dran gewöhnen und “so was ähnliches wie fit und kräftig” werden
September 17th, 2006 at 12:56 pm
Ohhhh, Stahl. Eines meiner absoluten Lieblingswoerter der deutschen Sprache.
Klingt doch gut. In meinem Job ist das Schwerste, den Herzinfarkt abzuwenden, wenn ich wieder mal Fehler in der Datenbank erwische und mich darueber aufrege…