NaNoWriMo: Heureka

Dieses Jahr wollte ich wieder am NaNowriMo teilnehmen: der Versuch, in einem Monat 50tausend Wörter zu schreiben. Beim letzten Versuch (vor 2 Jahren) ist der “Kettenhund” entstanden (vom Anfang bis zur Szene, wie Nikita den Truck in der Höhle unterbringt). Gut, das Ende entstand dann ca 3 Monate später - der Writing Month sieht eigentlich vor, das Buch in der Zeit auch zu beenden, aber auf 200 Seiten habe ich noch keinen Roman gequetscht bekommen.

Nur hatte ich bisher keine Idee, worüber ich schreiben wollte. Und ohne Idee in den NaNoWriMo zu gehen, geht schief, garantiert. Also habe ich mal in der Kiste (oder Schublade) rumgewühlt. Es fehlt der dritte Teil meines Fantasy-Epos’, aber ich bin völlig raus aus der Welt und den Charakteren, dann hätte ich die Regeln biegen können, und meinen persönlichen Liebling, eine Familiensaga, in der Zeit ins Englische übersetzen können, in der Hoffnung, das Teil in englischer Sprache unterzubringen (ja, ich gebe die Hoffnung nicht auf - mag sein, dass es daran liegt, dass ich einfach zu stur bin, ein gutes Buch verschimmeln zu lassen).

Ich habe sogar Heike und Markus angehauen, ob sie Ideen haben, und mich für eine Kooperation angemeldet; ich habe in der Zwischenzeit, beim Schreiben meines Soldaten-Epos’, eine Menge über Kooperationen gelernt. Beides sind routinierte Autoren, beides gute Freunde, und beide sind rational und liegen schreiberisch sehr auf meiner Linie.

Ich habe ein Fragment (von ca 30 Seiten) mit dem Fuss angestossen, um zu sehen, ob es noch zuckt. Ich glaube, es zuckte. Ganz leicht, wie ein überfahrener Hund. Es kann Einbildung gewesen sein. Aber ich habe soviele innere Widerstände gegen den Text, dass ich mich da herantasten muss. Das kann ohne weiteres zwei weitere Jahre dauern. Definitiv brauche ich mehr Recherche. Ich lasse den Hund also erstmal da liegen, so leid’s mir tut.

Heute morgen dagegen wachte ich auf und hatte eine Idee. Sie ist nicht originell, aber nach einem raschen Herumgooglen im Netz scheint ausser mir noch keiner auf die Idee gekommen zu sein. Selbst Schatzi meinte, es könnte funktionieren.

Ich kann völlig falsch liegen, und werde die Scham dann eine Weile mit mir herumtragen, ich werde mich vielleicht bis auf die Knochen blamieren, und das Projekt mit Karacho (denn eine andere Geschwindigkeit lässt der NaNoWriMo nicht zu) vor die Wand fahren, aber ich werde es versuchen.

Nennen wir das ab jetzt mein “geheimes Projekt”. Ich freue mich wie ein kleines Kind (Achtung, abgegriffener Vergleich), und fange dann in Essen und unterwegs nach Essen mit den Vorarbeiten an.

Eigentlich hätte mir die Idee monatelang vorher kommen müssen. Ich bin prädestiniert für dieses Buch.

Das Leben ist schön.

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One Comment on “NaNoWriMo: Heureka”

  1. Marquesate Says:

    Werden wir denn noch Samstags schreiben?

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