Und dann war da noch …
… der Berserker in mir. Das hässliche Monster, das bei persönlichen Kommentaren, Nadelstichen, Missverständnissen - und ein Teil davon werden Missverständnisse sein - vor Wut das Herz in der Kehle schlagen fühlt, und toben möchte.
Das einzige, was ich dann tun kann - abgesehen davon, dass ich heute nacht sicher “gut” schlafen werde, danke dafür, muss mich nur ein wenig morgen konzentrieren - ist, auf Abstand zu gehen, Dinge überdenken. Das heisst natürlich auch immer etwas Isolation, mein berühmter Stein, unter den ich kriechen kann, wenn die Alternative wäre, jemandem wenigstens verbal den Kopf abzureissen wehzutun. Oder aber, Brücken zu verbrennen. Ich kriege das gelegentlich. Manchmal führt das zu was Gutem, immer jedoch zu einer Klärung der Verhältnisse, was am Anfang schmerzt, und dann irgendwann ist es vernarbt genug.
Das übliche Rattenrennen im Kopf. Das Gefühl von Panik und Wut, und ich bin sogar erleichtert, wenn die Wut gewinnt. Mit Wut kann ich besser umgehen.
Manchmal ist es falsch, den Clown zu spielen. Manchmal ist alles falsch.
Und was sonst noch geschah: Gerade habe ich Tai Chi gebläut, um die Basics von PowerPoint zu lernen - hab meine eigene Präsentation gebaut, Graphen eingefügt, komische Animationen angewandt und bin einigermassen zuversichtlich, das jederzeit wieder machen zu können. Morgen befasse ich mich dann mit Excel, Mittwoch ist Fechten, und dann soll das nächste Interview kommen.
Aber jetzt gerade peitscht das Herz, mir ist übel, und die Brücke ist sicherhaltshalber vermint.
Schade um die Schreibgruppe.
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