Das gefürchtete Kapitel Eins …
Heute kommen eigentlich alle Faktoren zusammen: Ich hab Zeit, Schatzi ist aus dem Haus, und ich hatte eine Menge positive kleine Erlebnisse: Catherine mag die Fatima, und sagt, sie wird diese Woche fertig mit dem Lektorat, ich habe einen guten Score, der mich in Schreibstimmung bringt (“King Arthur” von Hans Zimmer), habe tolles Feedback für ein nicht-kommerzielles Projekt bekommen, und diskutiere seit Tagen mit der wunderbaren historischen Autorin Iris Kammerer über mein neues Projekt - und bekomme berechtigt die Ohren langgezogen, wenn ich etwas zu sehr verallgemeinere.
Ich kann nun wirklich mit der Schreiberei anfangen. Ich habe gestern zwei Dosen einer Teemischung gekauft (Marrokkanische Minze mit Grüntee), habe Saft, Milch, und Kaffee im Haus, und heute abend gibt’s Wintersuppe mit Gemüse und Wild-Wurst (Wurst aus Wild - oder “venison” wie man hier sagt).
Ich kann wirklich mit der Schreiberei anfangen. Die Waschmaschine läuft. Da sind auch nur 2 Projekte von Freunden, wo ich rasch drübergucken könnte (eines ist eine Abschlussarbeit, das andere der Shadowrun-Roman einer Schreibfreundin, der jetzt auf die vierte Edition umgearbeitet wird). Und natürlich die Kurzgeschichte für das Sourcebook über Tiere, das für Shadowrun entsteht. Andre Wiesler hat dafür schon geliefert. Ich wünschte, die “Ideenfindung” bei mir wäre so zuverlässig wie mein Kollege Wiesler.
Und ein weiterer Zeitfresser ist dazu gekommen; darf aber immer noch nichts sagen, solange die Verträge nicht unterschrieben sind. Trotzdem schreibe ich dieses Jahr zwei Bücher. Egal was passiert.
Ich möchte einfach meinen Kopf mit seinen Einsprüchen abschalten und loslegen. “Woad to Ruin” (Stück 2 auf dem “King Arthur”-Score) peitscht mich genug auf. Aber es ist noch etwas sehr früh für Wodka & Orange. Ich verstehe langsam, wie Faulkner und Hemingway zu Säufern geworden sind: Sie hatten Angst vor dem weissen Blatt. Und der leere Bildschirm ist genauso schlimm.
Es ist *immer* der Zweifel: Kann ich’s, oder kann ich’s nicht. Jedesmal.
Ich habe einfach Angst.
Mama?
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January 27th, 2007 at 4:12 pm
…jede Geschichte ist auch immer wieder ein neuer Anfang. Insofern ist die Angst berechtigt. Angst ist was gutes. Sie puscht und beflügelt, treibt zu ungeahnter Leistungsfähigkeit. Allerdings muss man aufpassen das die Angst nicht zur Panik wird, da sonst garnix mehr geht…
DU packst das! *thumbsup*
January 27th, 2007 at 7:39 pm
Hör auf zu jammern und fang an! Ich will endlich was vernünftiges zu lesen bekommen
January 27th, 2007 at 10:33 pm
Also DU brauchst nun wirklich keine Angst vor dem Schreibanfang zu haben, du hast mehr als einmal bewiesen, dass du es draufhast!
January 29th, 2007 at 1:14 pm
A propos Kurzgeschichte.
Ich habe mir mal erlaubt mit deinem Namen Werbung zu machen.
http://www.rpg-radio.de/2007/01/29/episode-033/
Schönen Gruß - der grasi