Hmmmm … vielleicht einen noch

Ich weiss wirklich nicht, warum Afghanistan mich nicht loslässt. Mir hat ja ein Rezensent namen Burkhard Schlömer aka “Primus” auf Amazon den “Karl May Preis” verliehen (nur für den Fall, dass ich nie in Afghanistan war …. hallo, da ist KRIEG?)), aber trotz der Tatsache, dass ich auch noch die komplette Soldatenoper in Afghanistan angesiedelt habe, war’s das noch nicht mit dem Land.

Mit keinem anderen Schauplatz ist mir das bisher so gegangen. Die gehen rein ins Blut wie rafinierter Industriezucker, und genauso schnell wieder raus. Soll ich drei Bücher in Aghanistan schreiben? Oder wende ich mich lieber noch abgefahreneren Locations zu? Ich hab gerade Kontakte im Tschad, und fange an, was über das Land zu lesen. Africa next? Nein, irgendwie nicht. Irgendwie komme ich von den Bergen und der völligen Trostlosigkeit nicht weg.

Im Moment ist der Zug für Fantasy abgefahren. Shadowrun hab ich noch einige Ideen für - wenigstens die “Trilogie” mache ich fertig (Flechette braucht closure - sie braucht zumindest einen gültigen Versuch, um ihre Familie wieder zusammenzubringen), Voiata hat Lust auf ein Pre- oder Sequel, wobei ich das “wegdrücken” könnte. Würde ich gern schreiben, muss aber nicht … und durch den Sprung zur vierten Edition wird’s mit dem Prequel eher schwieriger.

Es ist ganz amüsant, dass ich alle drei Bücher das Genre wechsle. Drei Fantasy-Romane, drei Shadowrun-Romane, zwischendurch ein Familiendrama, dann liegen ein paar historische Romane an. Was dann? Thriller? Keine Ahnung. Wenn ich heute wüsste, was ich morgen schreiben *muss*, dann könnte ich besser planen.

Schatzi sagt dann immer: “Du kannst dich auch immer nur für fünf Minuten auf eine Sache konzentrieren.” Irgendwo hat er recht.

Und dann hat ein Freund beantragt, Praiodan (aus “Blakharons Fluch”) als NPC per Briefspiel führen zu dürfen. Fein, go ahead. Praiodan wohnt hier nicht mehr, der ist ausgezogen, und ruft nicht einmal mehr an. Ich hab keine Ahnung, was er so treibt, irgendwann sind die Hauptcharaktere weg und ich habe keine Ahnung, was sie so treiben. Ich sehe und höre sie nicht mehr. Das ist okay - wenn jemand ihnen ein neues Zuhause gibt, ist das ne feine Sache.

Fading Suns hat mich auch mit Beschlag belegt. Wir haben vier Produkte in der Pipeline, die alle idealerweise bis Oktober fertig werden sollten; im Moment hab ich den Stapel weggearbeitet, aber da kommt immer was nach.

Tja. Afghanistan. Thriller? Wie Forsyths “The Afghan“?

Ich hab frühestens in zwei Büchern Zeit dafür. Das wird knapp dieses Jahr. Also dann 2008. Wenn wir auch Fading Suns 3rd Edition machen wollen. Das wird sogar verdammt knapp für 2008.

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One Comment on “Hmmmm … vielleicht einen noch”

  1. Investigator Says:

    Hallo,

    darf ich an diesem (aller Wahrscheinlichkeit leicht unpassenden) Ort als bislang stiller mitleser einmal eine doofe Frage wagen?

    Und zwar: Wieviele Seiten Reintext schafft eigentlich so ein professioneller Autor in etwa am Tag? Grob gedurchschnittelt?

    Und hat sich dein Ausstoß über die Jahre deutlich verändert?

    Ich würde mich über einen groben Schätzwert sehr freuen, das hat mich schon immer interessiert.

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