Okay … guter Vorsatz Nr 12.893
Okay, so wie’s läuft, muss ich nicht150% geben. Alle meine Planungsschritte und Deadlines sind erfüllt. Ich muss nicht jedes Sandkorn beobachten. Und keine Entscheidungen treffen, die sowieso keine Gültigkeit haben.
Das ist, so sehr mich die Situation aufregt, was Gutes. Ich kann jetzt einen Schritt zurücktreten und laufen lassen. Und damit habe ich plötzlich Zeit gewonnen. Da ich nicht mehr Arbeit machen muss, die ohnehin jemand anderer macht, kann ich mich um andere Sachen kümmern.
Gerade habe ich zum Beispiel zwei Stunden XboX gespielt. Gears of War. Ein richtig, richtig geiles Spiel. Im Co-Op-Modus mit Schatzi. Nichts baut so gut Stress ab wie Viecher plattzumachen. Ein Haus zu “befrieden” ist sehr viel geiler, als in eine ohnehin sinnlose Diskussion verstrickt zu werden, in der ich sowieso nichts zu sagen habe.
Und da ich meine Wut jetzt in etwas umbaue, was konstruktiv ist, habe ich den guten Vorsatz gefasst, die nächsten 10 Tage nichts an dem anderen Projekt zu machen. Ich werde keinen Finger rühren. Nicht einen.
Ich werde mich ausschliesslich darauf konzentrieren, mein Buch fertigzumachen. Meine 2-3 freien Stunden am Tag gehören vorerst wieder mir. Ich verbeisse mich zu schnell, und bis die Situation nicht geklärt ist, macht es keinen Sinn, mein bisschen Zeit, Kreativität und Konzentration in etwas zu investieren, was mich im Moment nur frustet und wütend macht.
Und wenn ich mal zum Schreiben zu müde bin, dann spiele ich Gears of War.
Das bringt mir allemal mehr.
Und mein Lieblingszitat aus dem Spiel …? Wenn man im Co-Op-Modus stirbt, kann man den Kameraden wiederbeleben. Sprüche gibt’s dazu auch, zum Beispiel: “Owe you one.”
Als ich Schatzi vorhin wiederbelebte, sagte mein Charakter (”Dom”) zu seinem (”Markus”): “Get up, pussy.”
That’s the point.
Get up, pussy.
Explore posts in the same categories: Herumweinen
May 20th, 2007 at 7:49 pm
Glücklicherweise werd ich so gut wie nie wütend. Aber falls der Ärger doch überhand nimmt, dann greif ich auch zum Ballerspiel. Und ab jetzt nicht mehr auf dem PC, sondern auf der Wii
Aber ernsthaft. Ich kann absolut nachvollziehen, wie man sich fühlt, wenn man bei Projekten von anderen abhängig ist, und die nicht so arbeiten, wie man es gern hätte. Da ist es sehr tröstlich, wenn man wieder an was arbeitet, was einem ganz allein gehört. Also mach das und warte ab, was passiert.
May 20th, 2007 at 7:54 pm
Die wii ist schon geil. Die Xbox aber auch. Ich hatte gerade dermassen viel Spass, Viecher mit der Kettensaege zu vernichten (und der Controller ruckt und zuckelt dabei!) - dass ich es gerade eben geschafft habe, *nicht* irre zu lachen.
Und was das andere Projekt angeht. *Schulterzuck* Wenn’s zum Schlimmsten kommt, hab ich dauerhaft wieder mehr Zeit zum Schreiben. Das meinte ich mit “zu mir gehoeren”. Solange ich mein Schreiben habe, bin ich zufrieden, gluecklich, und erfuellt. Alles andere ist nur Lametta.
May 20th, 2007 at 7:58 pm
Auf jeden Fall klingst Du jetzt optimistischer als vorhin
Weiter so!
May 20th, 2007 at 8:03 pm
Alles ist besser, als vor Wut zu rasen. Ich hasse das selbst. Erstens ist’s koerperlich *wirklich* unangenehm, und zweitens kann ich nicht klar denken. Und das ist *noch* unangenehmer.
May 20th, 2007 at 8:04 pm
Wir sollten ab und an mal ein wenig Temperament tauschen
May 20th, 2007 at 8:14 pm
*lol* Ich kaeme mit 10-20% weniger Temperament gut ueber die Runden. Zumindest kann ich so einigermassen sicher sein, dass ich nie Amoklaufen werde.
Und ich bin schon viel ausgeglichener als frueher.
May 20th, 2007 at 8:26 pm
Amoklaufen? Oh Gott, da würde ich ja im Mittelpunkt stehen. Also das wär nix für mich
May 20th, 2007 at 8:28 pm
Ah, that’s the only way to go …
May 20th, 2007 at 11:20 pm
Hihi, bin auch Stier. Und solche Momente kenne ich zu gut… Nur das ich es noch nicht nach Außen lassen kann. Ich habe Angst davor die Kontrolle komplett zu verlieren. Und eigentlich will ich auch keinem weh tun. Auch nicht denen die mich wütend machen. Die können in Frieden sterben, aber da muss ich nicht nachhelfen.
Also fein Päckchen schlucken. Um die Wut los zu werden hilft bei mir nur Tanzen. Wenn ich tanzen gehe, geht es mir danach immer gut. Richtig gut. Mir ist sogar fast egal welche Musik kommt, hauptsache sie nimmt einen mit. Sich einfach der Musik hingeben und richtig abzappeln.
Den Rest an Wut halte ich mir immer auf, für einen Moment wo ich ihn brauche. Sicher fühle ich mich in meiner Stadt nicht, und mit Wut geht das einfacher als mit Angst.
Mein Trick bei Sachen die ich eh nicht ändern kann: Selektives Gedächnis. Ich vergesse das einfach. Wenn mich einer überorganisieren will, kann er es gerne tun. Ich vergesse dann alles und er muss mich daran erinnern ;D
May 27th, 2007 at 5:19 pm
Heya,
“selektives Gedaechtnis” ist ne gute Idee. Nur bin ich meistens auch noch schreckilch nachtragend. Okay, da gibt’s bei mir Unterschiede; Freunde koennen sich deutlich mehr rausnehmen, und denen wird auch verziehen - aber es gibt auch Leute, die von Anfang an einfach “quer” sind, und wenn die Mist bauen, war’s das.
Aber jetzt ist erstmal alles gut. Der naechste Wutanfall dann planmaessig in sechs Monaten.