Entwarnung

Masterfoods hat seinen F*ck-up schon bereut, und Snickers, Mars und Raider Twix sind wieder vegetarisch. Wer hätte das gedacht? Common Sense bei einem Grosskonzern. Ich hoffe, da schämt sich ein fetter Kater (”fat cat” nennt man die Wirtsschaftsbosse und ihre Handlanger im Management) oder zwei in Grund und Boden für dieses absolut peinliche Verhalten. Alex und ein Problem mit dem Big Business? Aber nicht doch. :D

Aber schon peinlich, wenn ich als unterster Handlanger in einem marketing research Unternehmen mehr über Konsumenten-Trends weiss als so ein fetter Kater, der dann auch noch vor der Presse das Maul aufreissen darf. Und ich hab den Quatsch nicht studiert, sondern was Vernünftiges.

Der Stress, der mich letzte Woche Schlaf und Nerven gekostet hat, ist erledigt. Jetzt wird alles gut. Alex kommt wieder klar, ich hab wieder Spass an der Sache, und bin entsprechend motiviert und produktiv. Dazu höre ich im Moment zwei Soundtracks hoch und runter:

“Meschugge”, ein ganz fantastischer Score, den kein Mensch kennt, sehr gut brauchbar zum Schreiben und Spielen, und auch zum einfach so Hören. Hab ich für ein paar Pfund gebraucht bekommen. Sehr schön, einer der hörbarsten Scores, die ich kenne. Fast komplett instrumental, und die Lieder sind okay.

Und dann den Score von Virtuosity, einem billigen Cyberpunk-Film mit Russell Crowe und Denzel Washington, den ich ziemlich schlecht fand, und der Score ist absolut mies eingesetzt (im Film verschwindet der im Hintergrund - als hätte der Ton-Mensch richtig Mist gebaut), aber der Score hat sehr starke Momente, genug, um ihn absolut empfehlenswert zu machen. Gebraucht, für ein paar Euro.

Das ist eine gute Compilation von rockigen Elektro-Songs, die für mich perfekt zu einem Cyberpunk-Rollenspiel passen. Typisch Anfang 90iger Jahre, würde ich sagen. Song 6 “The Loyaliser” von Fatima Mansions habe ich immer eingesetzt, um in meinen Cyberpunk-Runden Druck zu machen. Zweikämpfe, Verfolgungsjagden, und der “Theme-Song” des alten Strassensammys “The Loyaliser” (ja, auch ich habe meine Inspirationen …).

Tanzbar und etwas spacig ist Song 7 “Fallen Angel”, von Traci Lords (Ja, Porno-Tracy). Macht auch Tempo, mehr was für Matrix und Elektronik. Auch sehr fein Song 12 “Samurai”, von Juno Reactor. Elektronisch-spacig, pseudo-Japanisch, mit Tempo und netten 3-D-Effekten. Yakuza-Nachtclub mit Strobo und Schwarzlicht. Aber der Song, wegen dem ich den Score gekauft habe, ist Song 13 “Young Boys” von den Lords of Acid. Elektro-Rock-Metal? Die Frauenstimme und der Text dreckig, bedrohlich, hat was von ner 80iger-Frauen-Rock-Gruppe auf Drogen (und zwar nicht die, die netter machen). Die Sorte Song, bei der man mitgeht und böse grinst. Der Song kann auch nicht zu laut werden (”Young boys, I want you to be my toy ….”).

Und soweit dann meine Plattenkritik für heute. Jetzt baue ich an meinem Familiendrama.

Explore posts in the same categories: Leben, Musik, Rezension

Comment: