Neues Musik-Genre entdeckt

Ich schäme mich ja nicht. Für mich gibt’s weder “gute” noch “schlechte” Musik, sondern nur Musik, zu der ich schreiben kann, und Musik, bei der ich das nicht kann. Das wichtigste scheint ein treibender Rhythmus zu sein. Entsprechend habe ich jetzt Reggaeton für mich entdeckt - Schreiben geht dazu ganz hervorragend.

Scheint in den USA gerade zu boomen, nicht nur unter den Hispanics, und ist hier in UK noch nicht so ganz angekommen. Wobei ich finde, dass mehrere R’n'B-Platten in letzter Zeit starke Einflüsse davon hatten. Aber da die Radiosender hier so extrem bescheiden sind, kriege ich von zeitgenössiger Musik quasi nichts mit. Viel passiert über youtube. Ich suche da schon gezielt nach den Helden meiner Jugend, zum Beispiel Metal Church, Rammstein, Metallica, Judas Priest, und abgefahreneres Zeug (wenigstens für meine Generation) wie Stan Ridgway, oder Tarkan.

Und dann noch abgefahrenes Zeug, das keiner kennt. Als ich für Fatima recherchiert habe, habe ich nach den Kasachen gesucht, die Steinadler zum Jagen abrichten- und bin dabei auf kasachische Musik getroffen. Und fern aller Borat-Witze (den Film hab ich noch nicht gesehen und bin auch nicht sicher, dass das meine Art von Humor ist), habe ich ein Land entdeckt, dessen Musik mich wirklich inspiriert:

Ulytau - Jumyr kylysh (das Video inspiriert mich, wieder Fantasy zu schreiben - und das will was heissen)

Ghetto Dogs - Eagle (Ja, wenn man “eagle” in youtube eingibt …)

Asil Ajem

Perishte - Lana - “Angel”

Urker - Tugan Elim - “Motherland”

Berkut - Kun men ay - “You are my sun & moon” (Berkut ist eine der Adler-Untersorten)

Mal schauen, ob man das Zeug über Amazon bekommt.

Ansonsten bin ich im 6. Kapitel meines Familiendramas, und habe ein weiteres Projekt im Kopf; um mir aber keinen Aerger mit einer internationalen Organisation einzuhandeln, muss ich da extrem vorsichtig vorgehen. Ich habe eine fantastische Story aus der Mitte der 80iger ausgegraben, die einfach danach schreit, nochmal aufgenommen zu werden. Vielleicht sogar als Drehbuch, aber … tja. Ich bin nicht ganz sicher, dass genug Gras über die Sache gewachsen ist - muss also schauen, dass ich die Story rette, während ich sie gleichzeitig so weit wie möglich von der Realität weg bringe.

Ich denke, ich mache es wie die sowjetischen Science Fiction-Autoren; durch die Blume, und im Weltraum. Angeblich funktioniert so die Fantasy in China.

Ansonsten habe ich Dienstag das zweite Vorstellungsgepräch, wo ich eine “Presentation” halten muss, einen Kurzvortrag. Das Thema? “Issues in Private Equity in Europe right now”. Ja. Sounds like a real winner. Ich verstehe ja gerade mal, was Private Equity ist. Und ich will eigentlich schreiben, und nicht Finanz-Recherche betreiben. Andererseits kommt Totalversagen am Dienstag so gar nicht in Frage.

Deshalb werde ich jetzt ein paar Stunden schreiben und danach meine Recherche machen.

Explore posts in the same categories: Musik, Schreiben

Comment: