Vier Seiten fuer ein Halleluja

Ein Freund von mir hat ein Schreibbuch geschrieben, und das gibt’s jetzt kaeuflich zu erwerben: Vier Seiten für ein Halleluja, erschienen im Lerato-Verlag. 

Und hier die Leseprobe.

Wie man sieht, ist das ein Praxisratgeber, wo anhand von echten Beispieltexten klassische Probleme “junger” Autoren besprochen werden. Mir hat’s am meisten Spass gemacht, mitzuraten, was an den Texten nicht in Ordnung ist und wie ich das bewerten wuerde. Was Figuren, Szenenaufbau, Plot und vieles andere angeht, liegen wir auf exakt derselben Linie, in Details sehe ich ein paar Sachen anders, aber dann sind wir im Bereich “Geschmack”.

Wer also einen Schreibratgeber sucht, wird hier gut bedient. Ich durfte das Manuskript Korrekturlesen (und auch ein paar “weise” Anmerkungen beisteuern), und nicht nur ist es ein phantastisch praxisorientiertes Buch, es liest sich auch toll und unterhaltsam. Nicht so besserwisserisch-aggressiv wie ein James N Frey, oder so droege und altbacken wie eine Dorothea Brandel.

Als wir damals das Projekt Phoenix gegruendet haben, mussten wir uns vieles selbst erarbeiten, wie man “richtig” schreibt. Wir haben uns gegenseitig Korrekturgelesen, kritisiert, ermuntert - alles, ohne wirklich viel Hintergrund zu haben - ausser, dass wir alle viel gelesen und einen fundierten Geschmack hatten. Damals war an Veroeffentlichen noch nicht zu denken.

Damals waren Schreibratgeber noch selten auf dem deutschen Markt, und das Schreibenlernen war doch extrem muehsam. Eine wahre Ochsentour. Vier Seiten fuer ein Halleluja kann die Ochsentour sicher angenehmer machen - wenn nicht gar verkuerzen.

Eine dringende Empfehlung, die ich guten Gewissens aussprechen kann.

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