Arbeit betäubt alles
Im Moment vergrabe ich mich in Arbeit. Bloss nicht denken. Ich muss das alles erstmal verdauen. Trotzdem habe ich Donnerstag einen Termin beim Arzt. Entweder hole ich mir da die Ueberweisung zum Psychiater, oder ich kuemmere mich um ein anderes meiner Gesundheitsprobleme - Schilddruese, oder Sinusitis.
Dienstag habe ich ein work lunch mit einem Klienten/Leser. Wird sicher nett, zwei Stunden raus aus dem Buero und dabei den Massgeschneiderten tragen.
Ein extrem geiler Score, den ich jetzt gerade hoere, ist Transformers (2007) von Jablonsky. Episch, Choere, sehr heroisch, sehr atmosphaerisch. Der hat mich im Kino schon umgehauen, aber der kommt auch auf den Ohren sehr gut. Besonders “Skorponok” zieht mir die Schuhe aus.
Durch mein ganzes Gefühlswirrwar kriege ich einen extrem guten Zugang zu einer Nebenfigur im naechsten SR-Roman. Das war zwar nicht Sinn der Uebung, aber wenn man sich da durchbeissen muss, dann kann ich’s auch direkt kreativ nuetzen.
Und schlussendlich ist jetzt Wochenende. Ich bin zwar im Streit mit mir und extrem unkreativ - ich bin mehrere tausend Woerter im Plan zurueck und sehr unsicher, ob ich mit dem Familiendrama nicht doch auf dem Holzweg bin - aber im Moment komme ich klar, kein Rumheulen, keine Aggression, im Moment funktioniere ich und fuehle mich nicht unwohl.
Aber ich denke, das ist nur voruebergehend. Ich will jedenfalls ein Tattoo haben - ein Tribal Adler/Phoenix. Hier in London wird an absolut jeder Ecke in Soho taetowiert - das koennte ich sogar fast in der Mittagspause machen lassen. Aber ich hab noch kein Design.
Und was Adler angeht; ich hab mich gerade daran erinnert, wie ich in der Grundschule immer “Arak” gespielt habe - als ich nicht mehr mit den Jungs spielen durfte (und die Maedchen waren alles Zicken), bin ich allein ueber den Schulhof gekreist und hab Adler gespielt. Bezw “Arak” - Araks sind eine Art Adler, nur viel groesser. Jedenfalls waren sie das, als ich so 7 oder 8 war. Schon komisch, wenn so eine Erinnerung wieder hochkommt.
Waschbaer muss mir dann geholfen haben, durch den ganzen Dreck durchzukommen, der danach passiert ist. Der Trickster, der nichts weiter braucht als eine Muelltonne, um zu ueberleben. Ich sehe jetzt vieles klarer.
Ich moechte gern wieder schreiben, aber irgendwie finde ich die Kraft nicht. Im Moment waer’s reine, uninspirierte Fleissarbeit. Deadline im Mai? Wie? Naja. Egal. Ich arbeite jetzt an einem der diversen Sourcebooks.
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January 23rd, 2008 at 8:24 pm
Das klingt aeusserst finster. Ich hoffe du findest da durch. Das Tattoo klingt jedenfalls schonmal nach einer guten Idee, finde ich. Mehr will ich dazu hier jetzt gar nicht sagen. Meld dich mal privater.
January 30th, 2008 at 5:08 pm
Viel Kraft aus Istanbul nach UK.
und tätowieren hilft immer. bei allem…
hab über meinen liebeskummer und weltschmerz erstma den linken unterarm machen lassen…
take care