Langes faules Wochenende …
Freitag habe ich Behoerdenkram erledigt. Bank. Contactlinsen abgeholt, Ueberweisung getaetigt, so’n Zeug, Wohnung aufgeraeumt.
Samstag ist mir dann ein silberner Ipod Shuffle zugelaufen. Sau-cooles Teil, ideal fuer’s Fitness-Studio. Meine anderen MP3-Player sind zu gross und man kann sie nicht festclippen. Und fuer £32 kann man nicht nein sagen. Vielleicht hole ich mir noch einen Nano oder Classic - ich habe einfach zu verdammt viel Musik. Und iTunes hat massig Podcasts, umsonst.
Ich habe nicht gearbeitet. Null. Gechillt, ein bisschen gelesen, ein paar Sachen neu geordnet, viel nachgedacht. Samstag dann auch noch 2 Stunden im Fitness-Studio. Interval-Training. Autsch. Dann Gewichte gestemmt. Heute noch immer Muskelkater. Haette ich mal Magnesium geschluckt.
Gestern war ich dann im London Aquarium mit zwei Freunden und Schatzi. Nicht so gut wie das Aquarium in Napier, aber Napier ist 28+ Stunden Flug entfernt. Zu wenig Seepferdchen (1!), dafuer sehr coole Haie. Danach ins Cafe, geredet, dann Warrior King mit Tony Jaa gesehen - dieser Film hatte sogar ein Budget, und Jaa ist … heftig gut. Schnitte, Story, teilweise vollkommen chaotisch und sehr Popcorn-Kino, aber die Kampfsequenzen haben die Erwartungen erfuellt. Danach zum Inder, dort zuviel gefuttert.
Heute zwei Folgen von The Wire, sehr coole Cop-Show von HBO. Mittlerweile neige ich dazu, jede Serie zu kaufen, die HBO produziert hat. Oz, Rome, jetzt The Wire. Wo finden die die ganzen guten Autoren, waehrend die anderen Sender nur Scheisse produzieren?
Um 15 bin ich mit meinem “Personal Trainer” im Gym verabredet. Da will man Muskeln aufbauen, und er macht Balance, Dehnen und mehr Dehnen. Autsch. Er hat ja recht. Aber es ist fies, den eigenen Schwaechen so ins Auge blicken zu muessen.
Morgen wieder arbeiten. Ich koennte noch 1-2 freie Tage gebrauchen, und ich habe ohne Ende Urlaubstage uebrig, aber morgen ist Deadline, da geht nichts. Und ich muss auch noch einige Artikel fertigmachen, die in die aktuelle Ausgabe muessen. Und sonst nichts weiter.
Schreibtechnisch steht noch immer die Soldatenoper an, die wir bis Ende des Jahres fertigmachen werden, fuer Fading Suns fehlt mir im Moment alles - Inspiration, Motivation, es nervt, wenn einige der Autoren mich haengen lassen, kein Zeiotplan funktioniert, keine Motivationsmethode - dann will man das Projekt einfach hinschmeissen und was machen, fuer das man bezahlt wird. Einpeitscher zu sein fuer Leute, die trotz heiliger Schwuere ihren eigenen Zeitplan nicht einhalten, und feuern kann man sie nicht, sonst steht man allein da. Super Gefuehl. Bin kurz davor, das Projekt hintanzustellen und, wie das letzte auch, mit dem einen 100% verlaesslichen Kameraden fertigzumachen - mag laenger dauern als geplant, ist aber weniger Herzschmerz. Daran knabbere ich.
Ich habe seit 2 Jahren kein einziges verkaufbares Wort geschrieben. Das muss sich aendern. Ich habe nur ein Talent auf der Welt, nur eine Sache, die mich - ohne Fehl - am Laufen gehalten hat. Und was mache ich? Nichts. Nichts Verkaufbares. Nichts Verwertbares. Schatzi ist darueber angepisst, natuerlich, er nennt die Sachen, mit denen ich meine Zeit verbringe “extravagant wastes of time”. Extravagant weil ich sie mir eigentlich nicht leisten kann. Will ich ein Autor sein, muss ich schreiben. Will ich Ruhm und Ehre und Geld, dann muss ich auch was Vorzeigbares leisten.
Chats sind ein Problem. SKYPE, GMail, und wie die ganzen Zeitfresser alle heissen. Der Terror der staendigen Verfuegbarkeit. Ein anderes Problem ist die Muedigkeit nach der Arbeit. Das gehe ich mich mit dem Fitness-Studio an. Ich haenge weniger sinnlos und muede und demotiviert vor der Kiste herum, durch den Sport habe ich mehr Energie, auch wirklich was zu tun. Wenn ich diese beiden kleinen Aenderungen in meinen Alltag einbaue - Sport und keine 100%ige Verfuegbarkeit mehr - dann noch die Soldatenoper abgeschlossen kriege, dann sollte ich den Kopf wieder frei haben fuer das, wofuer ich eigentlich unterwegs bin: meine Buecher.
Insofern war das Wochenende gar nicht so faul.
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May 5th, 2008 at 3:11 pm
The Wire ist wirklich fantastisch. Und die Rollenspiel-Arbeit, die ist halt so. Kann man nichts machen. Wie du selbst schon sagst: Ohne die unzuverlässigen Mitarbeiter hätte man…gar keine Mitarbeiter. Nicht ärgern. Diese Bücher werden fertig, wenn sie fertig werden. Ist alles, was hilft.
May 5th, 2008 at 3:16 pm
Ja, denke ich auch. *knurr* Ein Erfolgserlebnis waere halt schoen …
May 8th, 2008 at 12:38 am
Unzuverlässige Mitarbeiter scheinen mir gerade in der RPG-Szene eine kleine Seuche.
Vorallem dann, wenn es ja um gar nichts geht. “Was man nicht selber macht …..” ist wohl das Motto.
Also Kopf hoch!